Gletscher satt
Hokitika, 06.01.02 17.45
In Hokitika naturbelassener Strand, schwarze Sande. Bisher keine Sandflies.
Kiwi im Nachthaus gesehen. Aber ansonsten tote Hose.
Doch
zurück zum Morgen.Unsere Morgenwanderung führt uns um den Bilderbuch-See
Lake Matheson, in dem sich die Landschaft der Umgebung wunderschön incl.
des fernen Mount Cook spiegelt. Mount Cook und Mount Tasman ohne Wolken.
Zwei Majestäten hatten sich entwölkt.. Um 6.00 Uhr zum Lake
Matheson aufgebrochen. Postkartensee mit Spiegelung der Majestäten.
Am ersten view point ist das Foto des Spiegeleffektes gelungen, dann
kamen aber wieder die Wolken. Anschließend Frühstück
bei strahlendem Sonnenschein im Freien. Reiseleiter Cecil: "Normalerweise
sitzt man hier mit Gummistiefeln und Regenvlies. Is`n Hammer dieses
Sonnenwetter." Dazu muß man wissen, daß die westliche
Küste der Südalpen mit 8000 mm Niederschlag pro Jahr eine
der regenreichsten Gegenden unseres Planeten ist. Danach Foxgletscher.
Bis zum Gletscher gelaufen. Langes Geröllfeld und einige Wasserläufe
zu überqueren.
Vom
Fox zum Franz-Josef-Gletscher kurze Fahrt (25km). Hier wandern wir zur
Gletscherzunge des Franz-Josef-Glaciers, die sich bis auf 350 m ü. d.
M. und direkt in die grüne Vegetationszone hinabschiebt. Franz Josef
ist ganz toller Gletscher. Mit blauem Eis. Langer Marsch bis zum Gletschertor
(engl. face). Viele Wanderer mit grauslige Schuhwerk und kleine Kinder
mit Sandalen. Unverantworlich. Nach Rast und Sandwich beginnt Regen. Aber
nicht allzu schlimm. Längere Fahrt. Trotz komfortablem Bus nicht
optimal , da keine Sicht. Hälfte verschlafen. Viele Radfahrer auf
der einzigen Verbindungsstraße der Westküste unterwegs. Stelle
ich mir nicht leicht vor. Richtung Norden ist meistens Gegenwind. Es
ist bergig, egal ob nach Süden oder Norden und einmal am Tag regnet
es. Und die Highlights liegen weit auseinander. Eigentlich kein Land
für Radurlaub.
Wir besuchen das Westland National Park Visitor Center. Am Abend erreichen
wir Hokitika, die „Jade-Hauptstadt“ Neuseelands. Picknick im Hof unseres
Motels stilecht mit Fisch und Chips, nach denen wir zuvor in der Stadt
angestanden sind. Später am Abend nach gemütlichem Plausch am Strand
mit Lagerfeuer besuchen wir noch eine natürliche Glow-Worm-Dell (Glühwürmchenhöhle)
mit ihren tausend Lichtern.
Pfannkuchenfelsen und anderes
Neuseeland zum Jahreswechsel
|