Sri Lanka – Stationen einer Reise

Novemberblues??? Bestes Heilmittel: Reise planen. Unsere Minimalanforderungen: Sonne, kein Visum, schmackhaftes Essen, ein bisschen Kultur. Unsere Wahl: Sri Lanka

Pinnawela Elefantenwaisenhaus

Erster Zwischenhalt: Pinnawela Elefantenwaisenhaus. Pünktlich um 9:15 Uhr werden die Babyelefanten mit Milch gefüttert. Eine etwas traurige Veranstaltung, da die offene Halle ziemlich düster ist und die „Kleinen“ zu Aller Sicherheit angekettet sind. Anschließend geht es zum Baden im Fluß Maha Oya. Da wird fröhlich gespritzt, die Uferböschung als Rutschbahn missbraucht und der Mahout hat alle Mühe, seine Herde wieder zusammenzutreiben. Die Kerlchen wollen einfach nicht aus dem Planschbecken.

Sri Lankas erste Haupstadt

Weiter nach Anuradhapura. Sri Lankas erste Hauptstadt liegt eigentlich im trockensten Gebiet der Insel. Davon merken wir jedoch nicht viel: es schüttet. Ein neues Wetterphänomen: Weihnachtsmonsun. Aber was soll’s, es gibt ja Schirme und da man ohnehin an jedem Tempel die Schuhe abstreifen muss, läuft das Wasser bei den Trekkingsandalen eben vorne rein und hinten raus. Der Regen ist ja nicht eisekalt. Zu sehen gibt es auf dem weitverstreuten Ruinenfeld genug und wir sind froh, dass unser Fahrer mit dem Auto überall hinkommt. Den Vormittag verbringen wir beim ältesten Bodhi-Baum . Er soll aus einem Zweig gewachsen sein, der von jenem indischen Bodhi-Baum geschnitten wurde, unter dem Siddharta Gautama das Stadium der Erleuchtung erlangte. Wir bewundern eine tausend Jahren alte Dagoba und den schönsten Mondstein der Insel. Wegen der Weihnachtfeiertage sind wahre Pilgermassen unterwegs, aber es herrscht eine friedvolle und andächtige Atmosphäre. Kein Vergleich mit manch indischen Tempeln, wo man bisweilen Angst haben muss, erdrückt zu werden.

Monumentale Buddhastatue

Abseits der Hauptverkehrsstraße und nur auf holprigem, durch die starken Regenfälle aufgeweichtem Weg zu erreichen: Die Buddhastatue von Aukana; 14m hoch und aus einem Felsen herausgeschlagen. Wir erstarren in Bewunderung für die überweltliche Wirkung des Gesichtes. Auf einem Plateau oberhalb des Standbildes rezitiert eine Gruppe von Pilgern buddhistische Gebete.

Trutzburg hoch auf dem Felsen

Schnell weiter zum Felsen von Sigiriya. Auf dem Gipfelplateau befindet sich eine Trutzburg, die 473 n. Chr. wegen eines Bruderzwistes errichtet wurde. Bewohnt wurde das Areal nur 25 Jahre, aber während dieser Zeit wurden aufwendige Lustgärten angelegt und kunstvolle Wandmalereien gefertigt. Die anmutigen Wolkenmädchen – ab der Hüfte verschwindet der untere Teil des Körpers in Wolken – ziehen uns in ihren Bann. Die Galerie war einst nicht nur durch eine vorkragende Felswand, sondern zusätzlich auch durch ein hölzernes Dach geschützt. Nur so läßt sich erklären, dass die Bilder die Jahrhunderte überdauerten. Für den Aufstieg sollte man jedoch einigermaßen schwindelfrei sein.

Hauptstadt zum zweiten

Ebenfalls im Norden liegt Polonnaruwa, die zweite glanzvolle Hauptstadt des singhalesischen Reiches. Auch hier empfiehlt sich die Erkundung mit dem eigenen Auto. Wir streifen durch Tempelruinen, umrunden Dagobas, bis wir schließlich am Felsentempel „Gal Vihara“ mit seinen drei Buddhastatuen ankommen. Auch hier umfängt uns eine mystische Stimmung, die zum Meditieren einlädt.

Nachmittagsvergnügen: Ein Elefantenritt. Der einheimische Begleitfotograf sorgt für Erinnerungsfotos mit der Kamera der Touristen.

Höhlentempel von Dambulla

Ein Muss auf dem Weg nach Kandy: der Höhlentempel von Dambulla. Als Belohnung für den Aufstieg über 250 Stufen winkt eine Tempelanlage, die in den vorkragenden Felsen hinein gebaut wurde. Es gibt 5 Höhlen, die mit Malereien geschmückt sind. Kostbare Buddhastatuen mit verschiedenen Handhaltungen und Gesten laden den westlichen Besucher zum Wiedererkennen, den Buddhisten zum Beten ein.

Kandy, die spirituelle Hauptstadt

Tagesziel ist Kandy. Größte Sehenswürdigkeit: der Zahntempel, Dalada Maligwa. Im Tempel umfängt uns eine spirituelle Energie, für die Pauken und Trompeten sorgen und die sich auf alle überträgt, die gespannt der Dinge harren, die da kommen werden. Dreimal am Tag wird der Reliquienschrein mit Buddhas Zahnreliquie geöffnet und eine lange Schlange versucht einen kurzen Blick auf den vergoldeten Schrein mit Buddhas oberem rechten Eckzahn zu erhaschen. Seit 313 n. Chr. befindet sich diese Reliquie in Besitz der Könige von Sri Lanka und gehörte stets zum Umzugsgut in alle Königsstädte, bis sie 1592 in Kandy ihre Heimat fand.

Nuwara Eliya, die „Stadt über den Wolken“ liegt im Bergland. Auf der Fahrt dorthin hat man die Qual der Wahl, bei welcher Teeplantage man einen Besichtigungsstopp einlegt.

Blick vom Gebirge bis zum Meer

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Fahrt mit dem Zug von Nuwara Eliya nach Ella. 4,5 Stunden windet sich die Strecke durch Teeplantagen und Urwald, jede Menge Tunnel sorgen für Thrill.

In Ella trifft man mehr Traveller als Einheimische, scheint ein Geheimtipp im Lonely Planet zu sein. Von „Little Adam’s Peak“ hat man einen schönen Ausblick bis hin zum Meer.

Der ergiebige Dauerregen macht die unbefestigte Straße zu den Felsbildwerken von Buduruwagala fast unpassierbar. Unser genialer Fahrer meistert die Matschpiste bravurös und wir bestaunen die 7 Reliefstatuen, deren größte 15 Meter misst.

Fort Galle

In Fort Galle glaubt man sich in eine Stadt des 17. Jahrhunderts versetzt. Das mächtige Fort mit seinen Bastionen widerstand dem Tsunami 2006 fast unversehrt, während die dahinter liegenden neueren Teile der Stadt Galle überflutet wurden.

Elefanten des Pinnawela Elefantenwaisenhauses beim Morgenbad
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Elefanten des Pinnawela Elefantenwaisenhauses beim Morgenbad
Für ein gutes Foto muss man schon einmal ein nasses Fahrwerk riskieren
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Für ein gutes Foto muss man schon einmal ein nasses Fahrwerk riskieren
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Liegender Buddha in Polonnaruwa
Liegender Buddha in Polonnaruwa
Felsentrutzburg Sigiriya
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Felsentrutzburg Sigiriya
Teepflückerin im Hochland von Sri Lanka
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Teepflückerin im Hochland von Sri Lanka
Fort Galle
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Fort Galle
Erholung an weitläufigen Sträden
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Erholung an weitläufigen Sträden