Alternative zur Seefahrt

Feritag, 13. Augus 2004. Heute stand auf dem Programm eine Fahrt mit dem Schiff zu den Seevogelkolonien vor der Kamtschatka-Bucht. Die Fische verzichteten auf Grund Ihrer bekannten Empfindlichkeit gegen Seegang auf diese Tour. Stattdessen starteten Sie ein Stadterkundungsprogramm. Zunächst fuhren wir alle hinaus zum Boot, dass um Zwölf startete.

Das ehemals prächtige Empfangsgebäude des Hafens von Petropavlovsk
Das ehemals prächtige Empfangsgebäude des Hafens von Petropavlovsk

Anschließend nahm uns Viktor in seinem Geländewagen mit und zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Petropavlosk. In der Bucht sahen wir zwei Atom-U-Boote liegen. Wir besichtigten das in Marmor gehaltene Empfangsgebäude im Hafen , in dem zu Sowjetzeiten täglich ein Schiff von Wladiwostok ankam oder abfuhr und an dem viel Leben war. Heute steht davor ein verrostetes Wrack. Das Gebäude macht mit seinen eingeschlagenen Fensterscheiben einen verfallenen Eindruck. Der Professor entließ uns in das Nationalmuseum von Kamtschatka, das wir ausgiebig besuchten.

Es handelt sich um eine schöne geordnete kleine Sammlung. Sie gibt einen Einblick in die Natur und das Leben der Urbevölkerung Kamtschatkas.

Nach dem Besuch des Museums gingen wir zum Gouverneurspalast und konnten in der Kantine für zwei Personen für etwa zwei Euro Essen. Das Essen umfasste zwei Vorspeisen und eine wunderschöne Suppe.

Anschließend gingen wir zum Kriegerdenkmal. Dies ist das Denkmal einer Schlacht, bei der die Russen sich gegen Engländer und Franzosen verteidigt haben. Heute ruhen die Gebeine aller Gefallenen einträchtig nebeneinander. Wir wandten uns dann einer kleinen Befestigung zu: Alte Kanonen aus der Zeit des Krieges gegen die Engländer und Franzosen.

Anschließend gingen wir zwei Kilometer am Strand entlang zurück zum Hauptplatz mit dem Lenindenkmal und entspannten uns in einem Strandcafe. Hier gab es Bier und Schaschlik mit Salat. Wir genossen es eine Stunde lang am Strand zu sitzen, zu essen und dabei auf das Meer zu schauen. Um fünf Uhr kamen unsere Freunde mit dem Bus von ihrer Bootsfahrt zurück Wir stiegen in den Bus, fuhren zum Markt und erledigten noch letzte Einkäufe. Die Fische kauften geräucherten Königslachs.

Dann ging es wieder mit dem Bus ins Paratunkatal. Hier gab es ein warmes Naturbad. Der Hausmeister des Geländes Petrovic hatte ein Pumpe gestartet, die langsam über den ganzen Tag das Becken eines Schwimmbades auf dem Gelände halb mit Thermalwasser gefüllt hatte. Welch eine Wonne das warme Thermalwasser am verschwitzten Leibe zu spüren!

Rätselhaftes Mobile von Sonja
Rätselhaftes Mobile von Sonja

Am Abend startete die große Abschiedsshow, die Andrea organisiert und angeregt hatte. Zuvor gab es ein leckeres Abendessen, das aus Pellkartoffeln, die man weil sie so wunderbar frisch waren als ganzes essen konnte, verschiedenen geräucherten Lachssorten, geräuchertem Heilbutt und Farnsalat bestand. Nach dem Abendessen begann die Farewellshow. Hier boten Teilnehmer für Teilnehmer alles was Dichtung, Liedgut und bildende Kunst möglich macht. Als erstes begann Fisch-Woman mit einer Ode an Kamtschatka. Beat brillierte mit einem langen Gedicht über Personen und Begebenheiten auf unserer Reise. Eva und Betty gaben einen Kurs in russischer Gymnastik. Sie zeigten anschaulich, wie man sich mit gymnastischen Verrenkungen aus einem Zelt quält. Guido, der begnadete Fischer, zeigte, wie man sich mit Hilfe eines Seiles besser in der Wildnis behaupten kann und sich durch trickreiche Knoten dazu befähigt noch mehr Fische zu fangen. Andrea und Klaus sangen ein unvergleichliches Potpourrie über die wichtigsten Peinlichkeiten dieser Reise.

Autor Ulli liest aus einem seiner Bücher
Autor Ulli liest aus einem seiner Bücher
Jörg bat zur Abstimmung in 14 Meisterschaftskategorien und es wurden auch, durch allgemeine Wahl, in allen 14 Kategorien Meister gekrönt. Fisch-Woman wurde zum besten Expeditionskoch gekürt, Fisch-Man zum unschlagbaren Schnarchmeister. Sonja hatte ein Kamtschatka-Mobile gebastelt, an dem es allerlei zu spekulieren und zu raten gab. Ulli las aus einem seiner Bücher.

Nach diesem turbulenten Abend gab es von allen Seiten viel Beifall. Man hielt noch einige gegenseitige Dankesreden. Um zwei Uhr ging es dann erst ins Bett.

Am nächsten Tag reisten die Fische wie geplant zurück und langten ohne Zwischenfälle pünktlich in Ihrem Heimatorte an.

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